6. Ausgabenhygiene


6.1. Bargeld oder Plastikgeld

Bei Ausgaben für den täglichen Bedarf ist es besser
mit Bargeld, als anstatt mit eurocheque- oder
Kreditkarte zu zahlen.
Das Bargeld wird zu Hause verwahrt und nur immer
der Teilbetrag mitgefühlt, den man benötigt. So hat
man die Möglichkeit, auch während dem Monat
festzustellen, wie hoch der noch zur Verfügung
stehende Geldbetrag ist und kann seine Ausgaben
dementsprechend steuern. Sollte die
Ausgabenbegleichung durch eine Bankkarte
erfolgen, verliert man leicht den Überblick, wie hoch
die bereits getätigten Ausgaben sind und wieviel
Haushaltsgeld noch zur Verfügung steht.
Dies gilt natürlich genauso für das Taschengeld.

Natürlich haben auch die Bankkarten ihre
Berechtigung. Es ist gut, wenn man in Notfälle gerät
und dann auf das Plastikgeld zurückgreifen zu
können. Andererseits ist die Bezahlung natürlich
sehr leicht und verführt deshalb zu Spontankäufen.
Um diesen Spontankäufen zu entgehen, sollte die
Bankkarte „versiegelt“ werden, indem sie z.B. in ein
kleines Kuvert verpackt und mit Klebestreifen
verschlossen wird. Erliegt man nun der Werbung für
einen Spontankauf, so ist die Versiegelung erst zu
brechen und man überlegt es sich vielleicht noch
einmal.


6.2. Einkaufsplanung und Durchführung

Es ist sinnvoll vor dem Einkaufen eine Einkaufsliste
zu erstellen. Um zu vermeiden, dass trotzdem Dinge
vergessen werden aufzuschreiben, empfiehlt es sich,
da man einen Einkaufszettel aufhängt, auf den jedes
Familienmitglied einträgt was es benötigt. Im Laden
werden dann nur die Dinge gekauft, die tatsächlich
auf dem Einkaufszettel stehen. Dadurch vermeidet
man die Spontankäufe. Spontankäufe resultieren in
der Regel auf irgendwelche Werbung, z.B.
Sonderangebote oder Werbung, oder sei es nur, weil
man eine Ware einfach sieht und sie gerne kaufen
würde. Vor der Kaufentscheidung ist man allerdings
nicht in der Lage seinen Haushaltsplan zu
überprüfen, ob für diese Ausgabe überhaupt noch
Mittel zur Verfügung stehen , oder man überlegt
welche Ausgaben man theoretisch kürzen könnte,
was man in aller Regel dann doch nicht tut.

6.3. Langfristvertäge

Langfristvertäge, z.B. Zeitungsabonnements, Fitness
Clubs usw. werden bei einer funktionierenden
Budgetplanung und -durchführung nicht mehr
spontan geschlossen, sondern man überlegt sich
welche Rücklagen reduziert werden können. Da die
Zwecke für die Rücklagen gemeinsam festgelegt
wurden, sollte man natürlich mit seinem
Haushaltspartner sprechen, ob er mit der
Reduzierung einverstanden ist. Natürlich kann dies
unangenehm sein, da man Begründungen für sein
Vorhaben aufführen muss. Dadurch werden aber
gerade die emotionalen Ausgaben vermieden.